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Blauzungenkrankheit bekämpfen: Wie cit Muscalblock vor der Kriebelmücke schützt

Blauzungenkrankheit bekämpfen: Wie cit Muscalblock vor der Kriebelmücke schützt

Die Blauzungenkrankheit bekämpfen bedeutet vor allem, ihren Überträger zu kontrollieren: die Kriebelmücke. Wer seinen Rinderbestand wirksam vor dem Blauzungenvirus schützen will, muss verstehen, wie diese kleinen Stechmücken agieren – und mit welchen Mitteln sich ihre Population auf dem Betrieb gezielt reduzieren lässt. Der cit Muscalblock hat sich in der Praxis als ein effektives Hilfsmittel im integrierten Kriebelmückenschutz etabliert.


Warum ist das Thema wichtig?

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease) ist eine durch Viren verursachte, anzeigepflichtige Tierseuche, die vor allem Rinder, Schafe und andere Wiederkäuer befällt. Ausgelöst wird sie durch das Blauzungenvirus (BTV), das ausschließlich durch blutsaugende Gnitzen der Gattung Culicoides sowie – in bestimmten Regionen – durch Kriebelmücken (Simuliidae) übertragen wird. In Mitteleuropa hat die Blauzungenkrankheit in den vergangenen Jahren erhebliche Ausbrüche verursacht: Der Serotyp BTV-3 verbreitete sich ab 2023 rasant über die Niederlande nach Deutschland und führte zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden in Rinderbeständen.

Für Landwirte ist das Thema aus mehreren Gründen existenziell relevant. Erkrankte Tiere zeigen Symptome wie Fieber, Entzündungen an Maul und Zunge, Lahmheit und starke Allgemeinstörungen. Todesfälle sind möglich. Hinzu kommen Handelsbeschränkungen: Bei einem Seuchenausbruch auf dem Betrieb greifen strenge Verbringungs- und Exportbeschränkungen, die den Viehhandel empfindlich einschränken. Die wichtigste Präventionsmaßnahme bleibt die Schutzimpfung, doch sie schützt nur vor bekannten Serotypen. Den Vektorendruck – also die Belastung durch übertragende Insekten – zu reduzieren, ist daher eine sinnvolle ergänzende Strategie.

Kriebelmücken spielen insbesondere in Gewässernähe und bei bestimmten Wetterlagen eine Rolle bei der Übertragung. Da sie sich an Fließgewässern entwickeln und im Umkreis von mehreren Kilometern aktiv sein können, ist eine vollständige Elimination auf Betriebsebene nicht möglich. Jedoch lässt sich die Anzahl der Mücken, die in direkten Kontakt mit den Tieren gelangen, durch gezielte Maßnahmen deutlich reduzieren.


Kriebelmücke, Blauzungenvirus und Bekämpfungsansätze im Detail

Biologie der Kriebelmücke und ihr Zusammenhang mit dem Blauzungenvirus bei Rindern

Kriebelmücken sind kleine, gedrungene Zweiflügler mit einer Körperlänge von 1,5 bis 5 Millimetern. Ihre Larven entwickeln sich ausschließlich in sauerstoffreichem, fließendem Wasser – in Bächen, Flüssen und Wehren. Nach dem Schlupf können die Weibchen, die zur Eiablage Blutmahlzeiten benötigen, weite Strecken zurücklegen. In Studien wurden Flugdistanzen von bis zu 50 Kilometern nachgewiesen, wenn günstige Windverhältnisse herrschen.

Im Gegensatz zu Stechmücken (Culicidae) sind Kriebelmücken tagaktiv und zeigen Aktivitätsmaxima in den Morgen- und Abendstunden sowie bei bedecktem, schwülem Wetter. Für Rinderbetriebe in der Nähe von Fließgewässern bedeutet das: Der Infektionsdruck durch diese Vektoren ist saisonal (Frühjahr bis Herbst) und stark wetterabhängig.

Das Blauzungenvirus wird beim Saugakt übertragen. Ein infiziertes Weibchen nimmt das Virus auf, vermehrt es in seinem Körper und gibt es bei der nächsten Blutmahlzeit weiter. Da Kriebelmücken oft in Schwärmen angreifen und bevorzugt exponierte Körperstellen wie Ohren, Augen, Nüstern und den Bauch befallen, sind Tiere auf der Weide besonders gefährdet.

Kriebelmücken Schädlingsbekämpfung: Was ist auf Betriebsebene möglich?

Eine vollständige Eliminierung von Kriebelmücken aus der Umgebung ist für einzelne Betriebe nicht realisierbar. Dennoch stehen praxistaugliche Maßnahmen zur Verfügung, um den Kontakt zwischen Mücken und Tieren zu minimieren:

  • Stallhygiene und Insektenschutz: Stallöffnungen mit engmaschigen Schutznetzen sichern, die auch für kleine Kriebelmücken undurchdringlich sind. Hier lohnt ein Blick in den Bereich Insektenbekämpfung.
  • Insektizide Behandlungen: Repellentien und insektizide Produkte können den Befall mindern. Der cit Muscalblock ist ein solches Mittel, das im Stall zum Einsatz kommt.
  • Umgebungsgestaltung: Vegetation rund um den Stall kurz halten, stehende Wasserflächen vermeiden (auch wenn Kriebelmücken fließendes Wasser zur Entwicklung brauchen, können sumpfige Stellen Gnitzen begünstigen).

cit Muscalblock Kriebelmücke: Wirkungsweise und Anwendung

Der cit Muscalblock ist ein Verdampferblock mit insektizider Wirkung, der speziell für den Einsatz in Tierställen entwickelt wurde. Er enthält Permethrin, einen synthetischen Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrethroide, der auf das Nervensystem von Insekten wirkt und sowohl repellente als auch abtötende Eigenschaften hat. Permethrin ist in der Veterinärhygiene weit verbreitet und gilt bei sachgemäßer Anwendung als wirksam gegen eine Vielzahl stechender Insekten – darunter Fliegen, Gnitzen und Kriebelmücken.

Der Block wird in einem Warmluftgerät (sogenannter Verdampfer) erhitzt, sodass der Wirkstoff als feiner Nebel in die Stallluft abgegeben wird. Er verteilt sich gleichmäßig im Raum und bildet eine Wirkstoffkonzentration, die eindringende Insekten abtötet oder vertreibt. Im Vergleich zu Sprühbehandlungen bietet das Verdampfungsprinzip den Vorteil einer kontinuierlichen Wirkstoffabgabe über einen definierten Zeitraum, ohne dass der Landwirt täglich eingreifen muss.

Wichtig für die Praxis: Der cit Muscalblock ist ausschließlich für geschlossene Stallräume geeignet. Die Anwendung sollte entsprechend der Herstellerangaben erfolgen, insbesondere hinsichtlich der einzuhaltenden Karenzzeiten für Tiere im Stall sowie der Dosierung in Abhängigkeit vom Stallvolumen. Bei korrekter Anwendung können Tiere nach der empfohlenen Lüftungszeit wieder in den Stall. Eine tierärztliche oder fachkundige Beratung vor dem erstmaligen Einsatz wird empfohlen.

Schutz vor Blauzungenkrankheit: Vergleich verschiedener Bekämpfungsansätze

In der Praxis stehen Landwirten mehrere Methoden zur Verfügung, um den Vektorendruck zu reduzieren und so indirekt zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit beizutragen. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung:

Methode Wirkung gegen Kriebelmücken Einsatzort Aufwand Hinweise
cit Muscalblock (Verdampfer) Insektizid/repellent Geschlossener Stall Gering (einmalige Aktivierung) Karenzzeiten beachten; nur für Innenräume
Sprühbehandlung mit Pyrethroiden Insektizid Stall, Tieroberfläche Mittel (regelmäßiges Nachbehandeln nötig) Direkter Kontakt mit Tieren möglich; Anwendungsvorschriften beachten
Schutznetze / Insektenabweiser Physikalische Barriere Stallöffnungen Hoch (Anpassung der Stallstruktur) Engmaschigkeit entscheidend; keine chemische Belastung
Schutzimpfung (BTV) Keine Wirkung auf Vektoren Tier Gering (einmalige Impfung + Auffrischung) Wichtigste Einzelmaßnahme gegen bekannte Serotypen; ergänzt Vektorenkontrolle

Rinder vor Blauzunge schützen: Die Impfung als unverzichtbare Basis

Alle vektorbasierten Schutzmaßnahmen ergänzen die Impfung – sie ersetzen sie nicht. Derzeit sind in Deutschland zugelassene Impfstoffe gegen verschiedene BTV-Serotypen verfügbar. Tierhalter sollten in enger Abstimmung mit ihrem Hoftierarzt einen Impfplan entwickeln, der die regionalen Seuchengeschehen und die jeweils zirkulierenden Serotypen berücksichtigt. Die Veterinärbehörden der Bundesländer informieren regelmäßig über aktuelle Ausbruchsgebiete und Impfempfehlungen.

Die Kombination aus Schutzimpfung und aktiver Reduktion des Vektorendrucks – etwa durch den Einsatz von Verdampferlösungen wie dem cit Muscalblock im Stall – bietet einen mehrstufigen Schutz, der deutlich besser ist als jede Einzelmaßnahme allein. Tiergesundheitlich wie wirtschaftlich ist ein solches integriertes Vorgehen die sinnvollste Strategie.

Fliegen und Kriebelmücken im Stall: Das größere Bild

Kriebelmücken sind nicht das einzige Insektenproblem, das Rinderhaltern im Sommer zu schaffen macht. Fliegen, Gnitzen und andere blutsaugende Insekten belasten die Tiere, reduzieren die Milchleistung und können weitere Krankheiten übertragen. Eine ganzheitliche Strategie zur Schädlingsbekämpfung im Stall berücksichtigt daher alle relevanten Vektoren. Ergänzende Hinweise zu allgemeinen Maßnahmen gegen Fliegenbefall finden Sie auch im Beitrag Fliegen im Stall bekämpfen – Tipps für Landwirte.


Fazit

Die Blauzungenkrankheit bekämpfen lässt sich nicht mit einer einzigen Maßnahme – es braucht ein abgestimmtes Vorgehen, das Schutzimpfung, Vektorenkontrolle und Stallmanagement miteinander verbindet. Der cit Muscalblock bietet Rinderhaltern ein praktisches Werkzeug, um den Befall mit Kriebelmücken im Stall zu reduzieren und so den Infektionsdruck zu senken. In Kombination mit angepassten Aufstallungszeiten, Insektenschutznetzen und konsequentem Impfmanagement entsteht ein mehrschichtiger Schutzwall, der Ihre Herde wirksam absichert.


Quellen

  • Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Steckbrief Blauzungenkrankheit – Bluetongue, 2023
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Informationen zur Blauzungenkrankheit (BTV-3), 2023
  • Mehlhorn, H. et al., Entomological studies on Simuliidae (blackflies) as vectors of Bluetongue virus in Germany, Parasitology Research, 2009
  • Bundestierärztekammer, Hinweise zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit, 2024
  • Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Bluetongue virus serotype 3 in Europe – Scientific report, 2023
Blauzungenkrankheit bekämpfen: Wie cit Muscalblock vor der Kriebelmücke schützt
Maximilian Gebert 17. August 2026
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